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Trainergrundkurs mit Tibor Adam

16. Februar 2015

Es war einmal ein Trainergrundkurs….

Dieser startete im September 2013 und endete am 16. Mai 2014 – aber nur für diejenigen die nicht bei Prof. Leitner im Hinblick auf die Prüfung „Trainingslehre“ eine Ehrenrunde drehen mussten. Sie müssten einen Tag noch zulegen. (Andere Prüfer waren gnädiger). 

Der Kurs beanspruchte insgesamt 31 Tage (ca. 242 Unterrichtseinheiten), davon fielen 11 Tage auf ein Wochenende (Sa + So) und 2 auf Feiertage (Allerheiligen und 1. Mai, also kein Demo!). So mussten die Teilnehmer mindestens 18 Urlaubstage für den Kurs opfern. Ich benutze das Wort „opfern“ – aber ich kann euch versichern, kein einziger von uns hat es als „Opfer“ erlebt. Der Kurs hat mit seiner Vielfalt und Dynamik alle Dirndl und Bua mitgerissen, die Bereitschaft zur Mitarbeit war auf einem 120% Level. Für die Vorbereitung und Durchführung des auch organisatorisch sehr anspruchsvollen Kurses gebührt der BSPA (Bundessportakademie) Linz und persönlich dem Kursleiter Prof. Dr. Roland Werthner höchste Anerkennung. Chapeau!

Folgende Pflichtgegenstände waren vorgegeben: 

Religion (selbst Agnostikern wurde der Kurs „angerechnet“), Deutsch, Englisch (seither kenne ich nicht nur sit-ups, sondern auch Begriffe wie rope skipping, push up etc.). Weitere Bereiche waren die Organisation des Sports, Betriebskunde, Geschichte des Sports, Sportbiologie, Erste Hilfe, Sportpsychologie, Pädagogik/Didaktik/Methodik, Bewegungslehre und Biomechanik, Trainingslehre (Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit), Praktisch methodische Übungen (PMÜ) und Massage. 

Von der sportlichen Seite her ergaben die 22 Trainerkandidaten ein ziemlich buntes Bild: Eiskunstlauf, Triathlon, Leichtathletik, Tanzsport, Eishockey, Ringen, Schwimmen, Basketball, Golf, Tennis sowie Faustball war vertreten. Und natürlich Karate, vertreten zuerst von Andi Moser, Thomas Kaserer (Cheesy) und mir. Obwohl die Schule betreffend Zeiteinteilung und Anwesenheit der Teilnehmer sehr flexibel war, mussten die Prüfungen abgelegt werden. Für Andi und Cheesy war es nicht einfach. Beide waren wettkampfmäßig stark eingespannt. Europa- und sonstige Meisterschaften hielten sie beschäftigt. Andi wurde EU-Meister im Kickboxen! So hatten sie naturgemäß etwas Nachholbedarf. Ansonsten haben alle Teilnehmer ihr „Semesterzeugnis zur TrainerInnenausbildung“ erhalten, das dazu berechtigte, in das dritte (sportspezifische) Semester aufzusteigen.

Am Anfang erwähnte ich die Vielfalt. Damit meine ich nicht nur die zahlreichen Pflichtgegenstände, sondern wie man den Kurs erlebt hatte: Einerseits die Unmenge von PMÜ-s auch mit vielen lustigen Momenten. Z.B. ihr hättet die Gruppe in der TIPS-Arena sehen sollen, als Roland uns die Grundzüge des Stabhochsprungs beizubringen versuchte. Es blieb meistens bei dem Versuch, wobei man erwähnen muss, dass hier die starken Ringer die Besten waren!

Anderseits waren die Kursorte super gewählt. Wir waren nicht nur in Linz sondern auch in Weinburg (Kletter- und Trainingszentrum für Krafttechnik). In Harbach verbrachten wir in den Bergen 4 Tage unter dem Motto „Natur als Trainingsparadies“. Hier stand ein Motorikpark (Entwickler Dr. Werthner) zur Verfügung (Ausdauer, Kraft etc.) und für einen Orientierungslauf (war hart!) die freie Natur. Das Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg (ULSZ Rif bei Salzburg) beherbergte uns für 6 Tage. Ein Traumland für Sportler und Trainer mit seinen zahlreichen Trainings-, Mess- und Analysemöglichkeiten.

Meine Absicht mit diesem Bericht ist, alle seienden und werdenden Karate-Instruktoren zu ermuntern: macht diesen TRGK mit! Es ist die Mühe und den Zeitaufwand wert, es wird viel theoretisches und praktisches Wissen vermittelt und zwar in so faszinierender Weise, dass du beinahe nicht merkst, wie die Zeit verfliegt!

 

Tiborc Adam

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