Vereinsgeschichte Seibukan

Karate in Oberösterreich

Mit dem Beginn des Karatesports in Oberösterreich sind die Namen Otto Müller und Helmut Stein untrennbar verbunden.

Von diesen beiden, die Karate in Wien erlernt hatten, ist 1967 in Eferding der erste oberösterreichische Karateverein gegründet worden. In den folgenden Jahren kam es durch Otto Müller zu weiteren Vereinsgründungen: März 1969 in Grieskirchen, 1970 in Wels, August 1971 in Schwanenstadt und weiters in Linz (Betriebssport der OÖ Landesregierung).


Otto Müller

Otto Müller, 2. Dan Shotokan



Helmut Stein gründete die ATSV-Vereine Linz und Traun, Ing. Franz Hofmann den ASKÖ-Verein Urfahr-Steeg und Josef Turner in Linz die Sektion Karate des Heeressportvereins.

Bereits im November 1970 hatten sich die ATSV-Vereine Linz und Traun, der ASKÖ-Verein Urfahr sowie die Union-Vereine in Eferding, Grieskirchen und Wels zum Oberösterreichischen Landesverband zusammengeschlossen (Präsident: Helmut Stein, technischer Leiter und Trainer: Otto Müller).



Die Vereinsgründung des Dojos Seibukan Linz

September 1972

Karate Dojo 1972In Linz, Bürgerstraße 18, erfolgt durch Müller die Gründung des Kampfsportvereines Seibukan, eines verbandsunabhängigen und ausschließlich auf privater Basis geführten Vereins. Ein weiteres Gründungsmitglied ist Rudolf Rammer, der vorher beim ATSV-Verein Linz und später bei der Union Eferding Mitglied gewesen ist. Die Trainingsmöglichkeiten werden durch Privatinitiative der Gründungsmitglieder geschaffen. Räumlichkeiten (Dojo, Garderobe, sanitäre Anlagen) müssen erst adaptiert werden, um einen geregelten Trainingsablauf zu ermöglichen.


1973

Obwohl der Verein ursprünglich als Karateverein gegründet worden ist, in dem auch eigens Kinderkarate unterrichtet wird, ist es bald möglich, die Kampfsportarten Judo (und Kinderjudo, Trainer Dr. Wallnöfer), Kendo (Trainer Taoshi Tabana), Jiu Jiutsu (Trainer Kurt Valtl und Otto Müller) sowie in eigenen Kursen auch Selbstverteidigung zu erlernen. Bedingt durch die Verschiedenheiten der Sportarten umfasst der Verein zeitweise bis zu 120 Mitglieder. Die Vielvalt der ausgeübten Sportarten ist hauptsächlich auf Zufälligkeiten zurückzuführen, wie z.B. bei Herrn Dr. Wallnöfer, der erst selbst Karate trainiert, dann aber als Judotrainer tätig wird. Karate unterrichten seit Bestehen des Vereins Otto Müller, teilweise Rudolf Rammer und bis 1973 Dürnberger. Als weiterer Übungsleiter fungiert Reifenauer, der neben seiner Tätigkeit im Verein mit Hilfe von Otto Müller den Aufbau des Niederösterreichischen Landesverbandes betreibt, in dem er später Landestrainer wird.

1974

Trainer 1974
Sensei ShibamoriSensei FujinagaSensei KanazawaSensei TsuyamaSensei NagaiSensei Kurita


Sensei Kan Shibamori wird als Trainer angestellt. Rudolf Rammer organisiert Lehrgänge, die von Sensei Yasuyuki Fujinaga, dem damaligen Bundestrainer, Sensei Hirokazu Kanazawa, Sensei Akio Nagai, aber auch Sensei Kurita sowie Sensei Katsunori Tsuyama geleitet werden. Die Kampfsportschule Seibukan ist so bekannt, dass sie von Anhängern verschiedenster Kampfsportarten (z.B. Kendo, Tai Do), aber auch von sonstigen Interessierten besucht wird (u.a. im September 1974 vom seinerzeitigen Präsidenten des japanischen Kochverbandes Yumoto Mitsuro). Rudolf Rammer löst Otto Müller als technischer Leiter im Landesverband ab.

1975

Durch die Vermittlung von Sensei Nagai wird Studentenweltmeister Sensei Norio Kawasoe als Karatetrainer verpflichtet

1979

Otto Müller verlässt den Verein. Neben Rudolf Rammer übernimmt Rudolf Mayerhofer die Leitung.

1980

Die steigenden Kosten des Privatdojos, aber auch Platzgründe veranlassen die Vereinsleitung, am 25.4.1980 dem ASKÖ beizutreten. Mit Unterstützung dieses Dachverbandes wird die Benützung der Linzer Sporthalle sowie der Zugang zu Turnhallen öffentlicher Schulen möglich.

1983

Im Frühjahr 1983 verlässt Sensei N. Kawasoe den Verein und tritt dem inzwischen gegründeten Dachverband Shotokan-Karate-International (SKI) bei.

1984

Hubert HavlikNach zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen (u.a. Staatsmeister in Kata und Kumite sowie 4. Plätze bei Europameisterschaften ebenfalls in Kata und Kumite) übernimmt Hubert Havlik die Vereinsleitung.